Preise & Kalkulation
Transparent erklärt — was steckt hinter dem Preis?
Diese Seite erklärt transparent, wie unsere Menüpreise zustande kommen, was eine faire Portionsgröße ausmacht und warum manche Gerichte teurer sind als andere. Wer versteht, was auf dem Teller steckt, kann den Preis besser einordnen.
Portionsgröße

Was ist eine Portionsgröße?

Eine Portion in unserer Kantine ist so bemessen, dass sie einen erwachsenen Menschen für 4 bis 5 Stunden satt hält. Das bedeutet konkret: ca. 120 bis 150 g Fleisch oder Fisch (roh gewogen), dazu 200 bis 250 g Sättigungsbeilage (Kartoffeln, Nudeln, Reis) und 150 bis 180 g Gemüse. Das sind keine willkürlichen Mengen, sondern erprobte Richtwerte aus der professionellen Gemeinschaftsgastronomie.

Wer legt die Portionsgröße fest?

Die Portionsgrößen werden von der Küchenleitung auf Basis von Ernährungsempfehlungen, praktischer Erfahrung und wirtschaftlicher Kalkulierbarkeit festgelegt. Wir orientieren uns dabei an den Richtwerten der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE), die bundesweit als Standard in der Betriebsgastronomie gelten. Diese Vorgaben sind nicht grob geschätzt, sondern Teil einer professionellen Planung, die sicherstellt, dass jede Mahlzeit nährend, sättigend und bezahlbar bleibt. Niemand soll hungrig vom Tisch gehen.

Wohin geht das Geld?

Was deckt der Preis eines Menüs ab?

Der Menüpreis ist keine reine Gewinnrechnung. Er deckt alle Kosten des Betriebs ab. Rohzutaten sind dabei nur ein Teil davon. Was dabei oft vergessen wird: Als Gast muss man sich um rein gar nichts kümmern. Einkauf, Lagerung, Vorbereitung, Zubereitung, Ausgabe und Reinigung liegen vollständig auf unserer Seite. Wer zu uns kommt, muss sich um nichts kümmern außer zu genießen.

~28 %
~42 %
~30 %
~28 %  Rohzutaten (Fleisch, Gemüse, Beilagen)
~42 %  Personal und Köche
~30 %  Betrieb, Reinigung, Verbrauchsmaterial
Zutatenbudget bei 4,50 €
~1,26 €
Das ist der Betrag der für alle Zutaten auf dem Teller zur Verfügung steht. Fleisch, Gemüse, Sauce und alles weitere muss davon bestritten werden.
Zielkostenquote Rohzutaten
28 bis 35 %
In der Gemeinschaftsgastronomie gilt diese Quote als wirtschaftlich tragfähig. Liegt sie dauerhaft darüber, gefährdet das den Betrieb.
Warum sind manche Gerichte teurer?

Warum weichen manche Preise vom Standard-Menüpreis ab?

Die Lebensmittelpreise sind in den letzten Jahren deutlich gestiegen und betreffen nahezu alle Kategorien: Geflügel, Schwein, Rind, Fisch, Molkereiprodukte, Öle. Was früher noch kostendeckend mit einem Einheitspreis abzubilden war, ist heute zunehmend schwieriger. Bestimmte Gerichte lassen sich schlicht nicht mehr zum Standardpreis anbieten, ohne dass wir dauerhaft draufzahlen. Wenn bei uns ein Preis nach oben angepasst wird, liegt das immer und ausschließlich an den gestiegenen Rohstoffkosten, nie an einer anderen Marge oder versteckten Aufschlägen. Nur durch individuelle Preisanpassung einzelner Gerichte können wir das Gesamtniveau günstig halten und weiterhin Abwechslung auf dem Teller bieten.

🐔
Geflügel
Hähnchenbrust war lange das günstige Fleisch der Wahl. Gestiegene Futterkosten und Energiepreise in der Haltung treiben den Kilopreis seit 2022 kontinuierlich nach oben.
🥩
Rind und Schwein
Beide Kategorien haben sich in den letzten zwei Jahren spürbar verteuert. Schnitzel, Gulasch oder Braten kosten im Einkauf heute deutlich mehr als noch 2021.
🐟
Fisch und Meeresfrüchte
Fischpreise schwanken saisonal stark. Backfisch, Lachsfilet oder Garnelen können je nach Verfügbarkeit und Lieferant erheblich im Preis variieren.
Wenn ein Gericht teurer als der Standardpreis ist, liegt das ausnahmslos an den Rohstoffkosten. Wir kommunizieren das so transparent wie möglich und passen Preise nur dort an, wo es wirklich nötig ist, damit der Rest des Angebots bezahlbar bleibt.
Drei Beispiele aus der Praxis

Was ist die Rohstoffquote?

Die Rohstoffquote gibt an, wie viel Prozent des Verkaufspreises für die reinen Zutaten eines Gerichts aufgewendet wird. Eine Quote von 28 bis 35 % gilt in der Betriebsgastronomie als gesund. Liegt sie dauerhaft höher, deckt der Preis die Gesamtkosten nicht mehr. Die Beispiele unten zeigen, wie unterschiedlich sich Gerichte kalkulieren lassen, obwohl sie am gleichen Preis hängen.

Warum faire Preise wichtig sind

Was passiert, wenn Preise nicht fair kalkuliert werden?

Eine Kantine, die dauerhaft unter ihren Kosten verkauft, kann sich nicht halten. Das bedeutet: schlechtere Zutatenqualität, weniger Auswahl, weniger Personal oder im schlimmsten Fall keine Kantine mehr. Faire Preise sichern den Betrieb und damit das Angebot für alle.

Wie verhält sich unser Preis im Vergleich?

Ein vergleichbares Mittagsgericht in einem Restaurant kostet in der Region 12 bis 18 EUR. Unsere Preise liegen dank Betriebszuschuss und effizienter Gemeinschaftsgastronomie bei einem Bruchteil davon, ohne Abstriche bei der Frische oder Qualität.

Unser Versprechen: Wir kommunizieren Preisänderungen immer offen und begründen sie. Wenn ein Gericht teurer wird, liegt es an den Rohstoffkosten. Wenn es günstiger wird, geben wir das genauso weiter. Auf kp-kantine.de ist der aktuelle Preis jedes Menüs täglich eingetragen und entsprechend sichtbar markiert.